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Love is just a letter

Lieber x, ich schreibe diese Zeilen mit dem Wissen, dass du sie nie lesen wirst. Warum du sie nicht lesen sollst? Weil ich einfach am Ende bin. Weil du mir das Gefühl gibst, nichts wert zu sein und keinen Anteil an deinem Leben haben zu dürfen. Eigentlich bin ich ein starker Mensch, ich will mit dem Kopf durch die Wand. Ich will mein Glück finden. Ich dachte lange, verdammt lange Zeit, du wärst mein Glück. Oder der Weg dahin. Du hast verrückte Sachen gesagt und getan. Du hast mir ein Stück deines Herzens geschenkt. Und dann kamen die dunklen Wolken. Und sie kamen nicht von heute auf morgen. Es war ein sehr langer Prozess. Der mit unendlich viel Schmerz, Zurückweisung, Angst und Zerstörung verbunden war. Ich kann mir wunderbar einreden, „aufstehen, weitermachen!“. Manchmal brauche ich dafür 3 Minuten, ein anderes Mal 3 Stunden und wenn es ganz schlimm ist, 3 Tage. Aber ich stehe immer wieder auf. Und nun sitze ich hier und frage mich „Wofür? Wofür stehe ich auf und renne wieder zu dir? Warum lasse ich mich auf eine wartende Position ein?“ Es führt zu nichts. Ich renne gegen Wände. Ich habe so vieles in mir, Gutes wie Schlechtes, so viel, woran ich dich teilhaben lassen wollen würde. Aber du willst das alles absolut nicht mehr. Es sind andere Menschen weitaus wichtiger. Auf die Frage „Wie geht es dir?“ bekam ich nach 4 Stunden mal eine Antwort, obwohl du mit anderen derweil problemlos kommunizieren konntest. Warum mit mir nicht? Wenn ich dir schreibe, dass das Hand in Hand gehen einfach ein schönes Gefühl vermittelt hat, dann schweigst du es tot. Es ist so niederschmetternd. Erinnerst du dich noch an den Anfang? Daran, dass der erste Gedanke am Tag mit galt und der Letzte? Und dass wir uns gegenseitig einen guten Morgen und eine gute Nacht gewünscht haben. Es ist erniedrigend darum bitten zu müssen, dir wieder eine solche Nachricht zukommen lassen zu dürfen. Und darauf erhalte ich nicht mal eine Antwort. Ich werde einfach rigoros ignoriert. Wie ist es möglich, dass ich mich so verändern konnte, nur um dir besser zu gefallen? Ich habe es geliebt mit dir zu schreiben, über Belanglosigkeiten, über Existentielles. Was ist davon übrig geblieben? Du schaffst es ohne Probleme einfach 4 Tage kein Wort mit mir zu wechseln. Weil es dir vermutlich ziemlich egal ist, was mir durch den Kopf und durch das Herz geht. Ich erinnere mich noch genau an einen Satz, den ich für unmöglich gehalten habe. Unmöglich, weil ich dachte, so geht doch Niemand mit einem anderen Menschen um. „Ich hoffe einfach immer, dass es okay für dich ist“… Du erinnerst dich sicher auch. Ich sitze vor dir, mit gebrochenem Herzen und verstehe nicht, warum du mich nicht sein lassen kannst. Und du gibst mir mit diesem einen Satz das Gefühl, so unendlich wertlos zu sein. Eben die Ficke, die du dir holen kannst, wenn du sie brauchst und das war‘s. Und dass ich nun mal Gefühle für dich habe, soll doch bitte auch mein Problem sein und hören willst du von dem Ganzen auch schon seit Wochen nichts mehr. Denn das würde bedeuten, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen, dieses zu reflektieren und darüber nachzudenken, „was wäre wenn?“ Kannst du dir vorstellen was für ein Gefühl es ist, wenn man sich eingestehen muss, dass du mich benutzt, weil du deine Arbeitskollegin nicht haben kannst. Aber besser Sex mit ner Frau, die man gut leiden kann, als gar keinen Sex. Aber was dieses Verhalten an Hoffnungen auslöst, um hinterher in Schmerz umgewandelt zu werden, das ist dir alles zu anstrengend nachzudenken. Weil das würde ja Anstrengung bedeuten, das würde bedeuten, dass du mal wieder Verantwortung für dich UND einen anderen Menschen übernimmst. Aber diese Verantwortung hast du vor Wochen schon weggeschoben und ignorierst sie. Ich bin so viel mehr wert. Ich war immer stolz darauf, dass ich, trotz meiner Vergangenheit mir immer die Freude im Herzen bewahrt habe, dass ich vielleicht einige unvorsichtige Entscheidungen getroffen habe, aber zu diesen immer stehen konnte. Dass ich ein humorvoller, offenherziger und lebensfroher Mensch war. Ich mochte es, dass ich einer der Menschen bin, die über ihre Gefühle reden können. Dass ich Menschen wegstoßen kann, wenn sie mir nicht mehr gut tun. Wie oft hast du mich gefragt, warum ich so viel über uns, dich, mich nachdenke.. Ja, warum? Weil ich so komplett anders als du bin. Ich denke nicht nur für den Moment. Denn ich habe Ziele, Wünsche, Träume, Visionen. Ich möchte planen und ich möchte mir selbst die Sicherheit geben können, alles richtig zu machen. Du machst dich lustig über mich, in dem du mich „Kopfmensch“ nennst. Denn du denkst nur so weit, wie ein Schwein scheißt. Das habe ich durch eine „mögliche“ Schwangerschaft gesehen. Ficken geht, aber huch, da könnten ja auch Folgen draus entstehen. Du hast gesagt, du willst darüber nachdenken, wie es jetzt mit uns weiter gehen soll. Es hat mich zutiefst erschüttert, dass du jetzt erst darüber nachdenken willst. Und getan hast du es trotzdem nicht. Weil, ist ja anstrengend. Würde ja Aktivismus deinerseits und möglicherweise eine Entscheidung verlangen. Und du kannst einfach nicht entscheiden, weil du gar keine Lust hast, Entscheidungen zu treffen. Ist doch gut so wie es ist. Sich das zu nehmen, was man braucht und wieder wegschicken. Der Himmel auf Erden. Und ich habe es so fürchterlich lange mit mir machen lassen. Die Kruks ist dabei, dass du immer falsche Signale gesendet hast, die bei mir als Hoffnungen ankamen. Ist dir natürlich auch überhaupt nicht bewusst. Warum auch, beschäftigst dich ja nicht damit, was dein Verhalten mit mir macht. „Wird schon okay sein“. Von der lebensbejahenden und glücklichen xy ist jetzt nichts mehr übrig. Wie oft weine ich vor mich hin, bin hin- und hergerissen zwischen himmelhochjauzend und zu Tode betrübt. Und das wegen einem Einzigen Menschen, einem Menschen, der mich nicht im Geringsten verdient hat. Der sich für mich nicht mehr interessiert. Der mir sagt, das sei ihm alles oft zu viel- erinnerst du dich daran, wie viel mehr ich mal war und wie wenig ich noch bin. DU nimmst es als selbstverständlich hin, dass ich nach deiner Nase tanze. Dass ich meine Gefühle, meine Hoffnungen, meine Gedanken bitte für mich behalte, weil sie für dich zu viel sind. Das bisschen, was noch da ist, selbst das ist dir OFT schon zu viel. Ich weiß einfach, weniger geht nicht, denn dann bin ich nicht mehr existent. Dann bin ich nur noch eine Hülle. Ich will mich wieder mit Leben füllen, mit positiver Energie. Ich habe der Welt noch so viel zu geben, weil ich das Leben einfach bejahe und liebe. Mit all seinen Ecken und Kanten. Denn man hat nur dieses Eine. Aber das kann ich nicht mehr mit dir. Lange hielt ich daran fest zu glauben, ich kann nur mit dir innerhalb meines Lebens zurück zum Glück zu finden. Aber das geht nicht mehr. Denn du bist der falscheste aller falschen Wege. Du kannst und willst mir nicht das geben, was ich brauche, und das könntest du auch nie. Du willst frei sein, du willst langweilig sein, du willst trinken, du willst schweigen und ficken. Aber das alles ohne jemand anderen, der Ansprüche an dich hat. Der sich wünscht, wichtig für dich zu sein, der hofft, dass man sich regelmäßig sieht, der gern Pläne schmieden würde, der in den dunklen Stunden auffängt und in hellen mit dir durch den Regen tanzt. Der deine Hand hält, der mit dir eine kleine Zukunft aufbauen würde. Du lässt alle an dich ran, nur mich nicht. Gar nicht mehr. Du antwortest kaum noch auf meine Nachrichten. Dann werde ich dir keine mehr senden. Ich kann das nicht mehr ertragen. Dieses dumme Gewarte auf eine Reaktion. Im Augenblick ist es mir sogar egal, dass du mir den Mund verbietest, ich soll mich zurücknehmen und dich in Ruhe lassen. Aber kannst du dir vorstellen wie fies so eine Ansage ist? Aber so geht das nun schon seit Wochen. Ich kann das nicht mehr. Es bringt nichts. Diese ewige Zurückweisung geht nicht mehr. Dann muss es eben so sein. Ich habe mein Bestes gegeben, ich habe gekämpft, geliebt und geweint. Aber irgendwann ist es auch für mich zu viel. Irgendwann muss ich aufgeben, die weiße Fahne schwenken. Es ist im Augenblick die pure Zerstörung. Und es fühlt sich genauso an wie vor ein paar Jahren. Ich verliere wieder ganz leise und schleichend das Vertrauen eines geliebten Menschen und komme dagegen nicht an. Versuche, dich zum reden zu bringen haben das gleiche Ergebnis, wie sich zurückzuziehen. Du verschwindest immer mehr in dir selbst, hast dir eine Höhle gebaut, zu der ich keinen Zutritt finde. Vermutlich gibt es jedoch Menschen, die wissen, was in dir vorgeht. Aber keine davon bin ich. Dabei zuzusehen, wie du dich kaputt machst und machen lässt, macht mich wiederum sehr wütend. Du müsstest es eigentlich besser wissen. Aber du hängst an etwas, das vorerst nicht deins ist. Aber ich kann nur ahnen, was der Grund deiner Traurigkeit ist. Wenn sie es ist, die dich kaputt macht, dass sei schlauer als ich und gib ihr nicht die Macht dich zu zerstören. Gib sie auf. Sie weiß dich nicht zu schätzen, wenn sie nur mit dir spielt. Es macht so unendlich viel kaputt auf etwas zu hoffen, was doch niemals Wirklichkeit wird. Ich würde dir sogar wünschen, dass du mit ihr glücklich wirst, weil du das im Grunde verdient hast. Aber es würde mir nur sehr schmerzhaft beweisen, dass ich nie eine entscheidende Rolle gespielt habe. Ich war dein kleines Geheimnis und werde dies auch für immer bleiben. Es tut weh zu wissen, dass der Mensch, den man am meisten mag, einen selbst vor der Welt versteckt. Weil es peinlich und unangenehm wäre. Weil es Erklärungen erfordern würde, für die man nicht bereit ist. Sehr, sehr wütend macht mich dieses Wissen. Ich werde behandelt wie ein Spielzeug, was man sich holt, wenn man gerade Spaß dran hat. Und das obwohl ich immer nur dein Bestes wollte. Aber die Wahrheit ist auch, dass ich dich vermisse. Ich vermisse den Menschen, der mich mit Blicken um meinen Verstand bringt. Der mich mit Worten zum Lachen bringt und der mit jeder Berührung mein Herz ins Stolpern bringt. Der Mensch, in den ich mich an einem sonnigen Tag im August verliebt habe. Der Mann, der mir erlaubt, mich fallen zu lassen und zu vertrauen. Der mich beschützt und auf mich aufpasst. Aber dieser Mensch ist ein Bild aus der Vergangenheit. Ich renne nur einem Schatten deiner Selbst hinterher. Ich halte an deinem alten Ich fest. Du warst mein Wunder. Heute bist du nur noch mein wunder Punkt. Aber dieses Ich, was mal ein Wir wollte, ist verschwunden. Da ist nur noch ein Du. Und ein Ich. Es ist so wahnsinnig viel kaputt gegangen, mit der Zeit. Zwischen uns. In mir. Durch dich. Keine Kraft der Welt könnte diese Risse jemals wieder heilen. DU bist nicht mehr der Mann meiner Träume. Du bist meine bittere Realität, mein persönlicher Albtraum. Und auch wenn es völlig daneben ist, so hoffe ich, dass es dir bald wieder besser geht. Dass du aus all den Fehlern nicht deine Fehler machst, sondern aus ihnen lernst. Ich hoffe du glaubst daran, dass du wieder der zauberhafte Mensch sein kannst, der du vor langer Zeit einmal warst. Und dass du dein Glück finden wirst, irgendwo da draußen. Irgendwo zwischen den Zeilen. Es hat lang gedauert einzusehen, dass du krank bist. Du willst das nicht sehen und nicht hören. Aber ich weiß es. Und das macht mich zusätzlich kaputt. Du vereinst meinen Ex und meine Mutter in deiner Person. Eine Kombination, die mein Tod bedeuten würde. Alles das, was du im Augenblick bist, schreckt mich ab, macht mir Angst und lässt dich so uninteressant sein. Und du hast mir in den letzten Wochen mehr als einmal das Gefühl gegeben, aufgrund deines Verhaltens wütend sein zu müssen. Innerlich nur noch mit dem Kopf zu schütteln. Dich zu verfluchen und dir nur das Schlimmste zu wünschen. Und trotzdem kam ich jedes einzelne Mal zurück. In der Hoffnung, dass du es jetzt gecheckt hast, dass du deine Probleme angehst, dass du mich mitnimmst, in deine Zukunft, in eine gemeinsame Zukunft. Aber das alles war nur in meinem Kopf. Ja, du hast das gesagt, und trotzdem hast du nichts von alldem durchgezogen. Du bist einfach viel zu schwach. Denn für dich ist nur pointiert die Problemeinsicht vorhanden. Wenn du mal wieder besoffen Fehler gemacht hast, dann willst du plötzlich was ändern. 2 Tage später machst du die gleichen Fehler noch einmal. Oder andere. Aber du kannst nicht aufhören, mich wegzustoßen. Und du wirst damit nie aufhören, sofern ich nicht gehe. „Wenn nichts mehr geht, geh ich weg von hier…“ dieses Lied gibt so viel Kraft, es zeigt mir immer wieder, dass es die richtige Entscheidung ist, dich sein zu lassen. Mir immer wieder zu sagen, dass du nicht gut genug für mich bist. Dass du ein Kapitel in meinem Leben warst, aber mehr auch nicht. Dass Liebe wieder vergehen kann. Und dein Verhalten in letzter Zeit befördert das Ganze sehr schön. Aber ich muss aufgeben, ich muss zu der alten xy zurückfinden. Die, die Ansprüche hat, die umgarnt werden will und nicht benutzt. Die xy, die ohne danach schreien zu müssen, Liebe und Anerkennung bekommt, Halt, Unterstützung und Aufmerksamkeit. Zu alldem bist du nicht bereit. Wenn es nach dir ginge, und das geht es, dann schnippst du mit dem Finger, deine Ficke kommt angerannt, hat gefälligst den Mund zu halten und erst recht nicht drüber nachzudenken, dann kurzer sexueller Part, Bedürfnis befriedigt und dann auch wieder Abflug. Weil, du brauchst ganz viel Ruhe, wie ein 70 Jähriger. Wenn du dann wenigstens etwas angehen, ändern würdest, über etwas nachdenken. Aber nein, du lässt diese stille Zeit einfach ungenutzt verstreichen. Beschäftigst dich vielleicht noch mit sozialen Kontakten, but that’s it. Ich kann dabei nicht mehr länger zusehen. Mach dich klein, kaputt, mach dich fertig. Aber ich muss dabei nicht zusehen. Vielleicht werden wir uns irgendwann gegenüberstehen und spüren, dass es noch nicht zu spät ist. Aber jetzt war es einfach zu früh. Dich nicht mehr in meinem Leben zu wissen ist momentan kein Verlust, es ist eine Befreiung, weil mein Glück nicht mehr in deinen zu großen Händen liegt.
19.1.15 19:21
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


l.i.f.e / Website (27.11.15 17:58)
Puhhh, einige Zeilen kommen mir bekannt vor. Ich hoffe du findest dein Glück!

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